03.07.2026
GGL veröffentlicht Tätigkeitsbericht 2025
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der Bericht zeige, dass die Maßnahmen der GGL in der Aufsicht über legale Anbieter sowie im Vollzug gegen illegale Glücksspielangebote im Jahr 2025 Wirkung entfaltet habe, lässt die Behörde verlauten.
Anspruchsvoller Prozess
Nachdem in den Vorjahren die Erlaubniserteilung im Vordergrund stand, verlagerte sich der Schwerpunkt 2025 laut GGL deutlich auf die strukturierte Aufsicht über erlaubte Anbieter. Zentrale Instrumente waren Aufsichtsgespräche, anlassbezogene sowie anlassunabhängige Maßnahmen auf Basis von Hinweisen und Marktbeobachtungen. Die interne Zusammenarbeit der zuständigen Fachbereiche wurde weiter intensiviert und trägt zu einer einheitlichen und konsistenten Aufsichtspraxis bei, heißt es weiter. Auch der Ausbau der technischen Infrastruktur wurde weiter vorangetrieben. Ziel sei es, eine verlässliche und vergleichbare Datengrundlage für Aufsicht, Analyse und zukünftige regulatorische Entscheidungen zu schaffen. „Die Durchsetzung der verpflichtenden und korrekten Nutzung der Safe-Server durch die erlaubten Anbieter war auch in 2025 ein anspruchsvoller Prozess, der jedoch Grundlage für die notwendige Verbesserung der Datenqualität ist“, heißt es in der Pressemitteilung der Behörde.
Enge Zusammenarbeit mit Plattformbetreibern
Zudem sei der Ansatz zur Bekämpfung illegalen Online-Glücksspiels weiter geschärft und konsequent auf das gesamte Marktumfeld ausgerichtet worden. Neben Maßnahmen gegen Anbieter selbst rückten zunehmend auch beteiligte Dienstleister in den Fokus. „Dieses Vorgehen führt dazu, dass illegale Angebote nicht isoliert betrachtet, sondern in ihren Markt- und Prozesszusammenhängen adressiert werden.“ Die GGL arbeitete 2025 eng mit Plattformbetreibern zusammen, um die Sichtbarkeit illegaler Inhalte im digitalen Raum weiter zu reduzieren.
Keine neuen Schwarzmarktzahlen
Die Bewertung der Entwicklung des illegalen Glücksspielmarktes erfordert aufgrund seiner intransparenten und dynamischen Struktur eine besonders belastbare methodische Grundlage, erklärt die GGL. Im Tätigkeitsbericht 2025 werde daher keine eigenständigen Kennzahlen zur Größe des illegalen Marktes für das Jahr 2025 ausgewiesen. Stattdessen stütze sich die Darstellung auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie „Untersuchung des Schwarzmarktes und der Kanalisierung von Glücksspielen im Internet anhand einer Befragung von Glücksspielenden“. Weiter heißt es dazu: „Die GGL hat sich bewusst für dieses Vorgehen entschieden, um die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Marktdaten zu erhöhen und methodisch belastbare Ergebnisse sicherzustellen.“ Die Studie wurde bereits veröffentlicht und zeigt für das Jahr 2024, dass das Marktvolumen unerlaubter und damit nicht regulierter Online-Glücksspiele bei 23 Prozent liegt. Daraus ergibt sich eine Kanalisierungsquote von 77 Prozent.
Im Mittelpunkt der kommenden Jahre stehen aus Sicht der GGL die gesetzlich vorgesehene Evaluierung, die Vorbereitung des neuen Erlaubniszyklus ab 2027 sowie die weitere Stärkung datenbasierter und wissenschaftlich fundierter Aufsichtsinstrumente.
Den kompletten Tätigkeitsbericht finden Sie hier. Eine Analyse zu den wichtigsten Ergebnissen lesen Sie in der nächsten Ausgabe von games & business. Zum kostenfreien Probeabo geht es hier.
Bild: © GGL