Westlotto gründet Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW

Westlotto hat in enger Abstimmung mit dem Land Nordrhein-Westfalen die Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW gegründet. Damit hat die Landeslotteriegesellschaft eine neue finanzielle Fördermöglichkeit für freiwilligesEngagement im Bundesland geschaffen. Wie Westlotto mitteilt, können gemeinnützige Vereine und Initiativen ab dem 1. September unkompliziert und digital Förderungen von 1.000 bis 5.000 Euro für ihre Projekte beantragen. Die Stiftung zeichne sich durch ihren breiten Förderansatz aus und unterstütze die gesamte gesellschaftliche Vielfalt des Ehrenamtes. Sie soll das Ehrenamt in Nordrhein-Westfalen strukturell stärken und gezielt dort helfen, wo Engagierte auf Herausforderungen stoßen.

Anerkennung und Rückendeckung

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen steht für Zusammenhalt und eine lebenswerte Heimat. Überall in unserem Land engagieren sich Menschen ehrenamtlich: im Schützen-, Musik- oder Sportverein, für Familie, Umwelt- und Naturschutz oder in Kultur und Brauchtum. Ihr Engagement stärkt das Miteinander und ist zugleich ein wichtiger Beitrag für unsere Demokratie. Denn überall dort, wo Menschen gemeinsam handeln, haben Extremisten keine Chance. Mit der Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW schaffen wir gemeinsam mit Westlotto die Rahmenbedingungen dafür, dass gute Ideen vor Ort umgesetzt werden. Damit geben wir den Menschen, die sich Tag für Tag in unserem Land ehrenamtlich engagieren, die verdiente Anerkennung und Rückendeckung.“

Engagement braucht Unterstützung

Neben der Gründung der neuen Stiftung gab Westlotto auch die Veröffentlichung des neuen EhrenamtAtlasses NRW 2026 bekannt. Er enthält aktuelle Zahlen zum Ehrenamt in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW und wurde von Westlotto-Geschäftsführer Andreas Kötter am 26. August im Beisein von Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, zum dritten Mal nach 2022 vorgestellt. Andreas Kötter: „Der EhrenamtAtlas NRW 2026 zeigt: Nordrhein-Westfalen ist Ehrenamtsland. Aber das Engagement braucht Unterstützung. Hier setzt die Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW an. Im Schulterschluss mit dem Land wollen wir mehr Ehrenamt konkret vor Ort ermöglichen.“ Laut aktuellem EhrenamtsAtlas nennt mehr als die Hälfte der Engagierten fehlende finanzielle Mittel als zentrale Hürde für Verbesserungen und neue Projekte. Kötter sieht in der Bingo! Ehrenamtsstiftung eine „wirksame Antwort auf diese Herausforderung“. Staatssekretärin Andrea Milz erklärt: „Die Bingo! Ehrenamtsstiftung NRW ist ein klares Bekenntnis des Landes zur Stärkung des Ehrenamts. Freiwilliges Engagement ist das Fundament für gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie – umso besser, dass jetzt weitere Mittel bereitstehen, um Projektideen vor Ort Wirklichkeit werden zu lassen.“

Große Bereitschaft zum Ehrenamt in NRW

Westlotto nennt exemplarisch weitere Erkenntnisse, die der Ehrenamtsatlas NRW 2026 liefert. Danach ist die Bereitschaft zum Engagement in Nordrhein-Westfalen nach wie vor groß. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) sei ehrenamtlich im Einsatz – und das mit durchschnittlich 224 Stunden im Jahr. Bei der Erhebung 2024 waren es noch 208 Stunden, zwei Jahre zuvor 214 Stunden. Die höchste EhrenamtQuote in Nordrhein-Westfalen weist Olpe mit 68 Prozent auf, in Remscheid sind es hingegen nur 37 Prozent.

Finanzielle Hilfen essenziell

Unter ehrenamtatlas.de stellt Westlotto die Ergebnisse der Öffentlichkeit als Entscheidungsgrundlage für Politik, gemeinnützige Organisationen und Unternehmen zur Verfügung. Basis für den interaktiven EhrenamtAtlas NRW 2026, dessen Erstellung Ehrenamtsforscherin Prof. Dr. Andrea Walter von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW erneut wissenschaftlich begleitet hat, ist eine repräsentative forsa-Umfrage mit mehr als 100.000 Datensätzen. Walter zufolge sind finanzielle Hilfen für das Ehrenamt essenziell. „Leider sind Fördermöglichkeiten für das Ehrenamt oftmals unbekannt oder das Antragsverfahren zu komplex. Dabei können schon kleine Summen wirklich helfen.“

Hier setzt Westlotto mit der Bingo! Ehrenamtsstiftung an. Die Stiftung ermöglicht demnach sogenannte Mikroförderungen mit NRW-Bezug. Dieser besteht auch bei der Finanzierung. Die Idee: Die fortlaufende Finanzierung soll aus den staatlichen Konzessionsabgaben der neuen Lotterie Local Hero Bingo! erfolgen – nach einem Prinzip, nach dem Westlotto grundsätzlich Zweckabgaben aus den Lotterien an das Land leistet.

Bild: © Westlotto