27.08.2026
Bremen: Rauchverbot in Spielhallen, Spielbanken, Sportwettbüros
Das Bremische Nichtraucherschutzgesetz wird zum 1. Januar 2027 verschärft. Damit entfällt die bisherige Möglichkeit, innerhalb von Spielhallen gesonderte Raucherräume einzurichten. Außerdem wird in Sportwettbüros ein Rauchverbot eingeführt. Auch in den öffentlichen Spielbanken gilt das Rauchverbot, also in der Spielbank Bremen und im Casino Bremerhaven. Die Bremische Bürgerschaft hat die Novelle des Nichtraucherschutzgesetzes am 26. August 2026 beschlossen.
Ausweitung der Orte und Konsumformen
Das Rauchverbot in Bremen und Bremerhaven wird ab Januar an weiteren öffentlichen Orten gelten und auf Cannabis, E-Zigaretten und Verdampfungsgeräte für Tabak und Cannabis ausgeweitet. Es gilt in Zukunft an überdachten Bus- und Bahnhaltestellen, in bestimmten Außenbereichen von Freizeit- und Vergnügungsstätten, in Spielbanken, Spielhallen und Wettvermittlungsstellen. Die Möglichkeit, gesonderte Raucherräume vorzuhalten, wird auf Gaststätten beschränkt. Auch die Außengastronomie von Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen werden mit dieser Novellierung einbezogen. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin Ute Reimers-Bruns begründete die Neuregelung mit den gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens. „Unser Anspruch ist ein angemessener Ausgleich zwischen den Interessen der Rauchenden und dem Schutz der Nichtrauchenden – unser Schwerpunkt liegt aber klar auf dem Schutz der Gesundheit“, so Reimers-Bruns.
Die Koalitionsparteien SPD, Grüne und Linke stimmten laut Berichterstattung von buten un binnen für die Novelle. Die CDU, FDP und Bürger in Wut stimmten dagegen. Die Gruppe Bürgerallianz enthielt sich. Demnach lehnte die CDU das Gesetz ab, weil aus ihrer Sicht die Regeln zu sehr in die persönliche Freiheit von Bürgern eingreifen. FDP und Bürger in Wut bemängelten unter anderem, dass die Verbote so gut wie nicht kontrolliert werden.
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