ISD-Glücksspiel-Survey 2025: Erneut konstante Zahlen

Das Glücksspielverhalten in Deutschland bleibt konstant. Das erklärten die Forschenden des ISD gemeinsam mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) im Rahmen einer Pressekonferenz am 11. März 2026 in Berlin.

Zunehmende Akzeptanz für Spielerschutz

Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und die Arbeitseinheit Glücksspielforschung der Universität Bremen haben unter dem Titel „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung“ den Glücksspiel-Survey 2025 veröffentlicht. Danach haben sich die Daten zum Glücksspielverhalten sowie zu den glücksspielbezogenen Problemen in Deutschland im Vergleich zu den Erhebungen im Jahr 2021 und 2023 verstetigt. „Mit den drei Glücksspiel-Surveys ist es uns gelungen, ein systematisches wissenschaftliches Monitoring aufzubauen, um das Glücksspielverhalten und die glücksspielbezogenen Probleme in der Bevölkerung im Zeitverlauf zu analysieren“, so Projektleiter Dr. Jens Kalke vom ISD bei der Ergebnispräsentation. „Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung können Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden.“

Dr. Sven Buth, ebenfalls vom ISD und Mitautor der wissenschaftlichen Studie, ergänzt: „Die Befragungsergebnisse verweisen auf eine zunehmende Akzeptanz von verschiedenen Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes unter den Glücksspielenden, wie beispielsweise das Teilnahmeverbot für Jugendliche, Aufklärungsmaterialien, Spielersperren und Werbebeschränkungen. Dies sollte bei der Fortschreibung des Glücksspielstaatsvertrages berücksichtigt werden.“

Erkenntnisse für DLTB

Axel Holthaus ist Vorsitzender der AG Spielerschutz und Prävention im Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) sowie Geschäftsführer Lotto Niedersachsen, und fasst die Ergebnisse zusammen, die sich für die Landeslotteriegesellschaften aus der Untersuchung ergeben. Er sieht die hohe Akzeptanz der Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen in der Bevölkerung als Bestätigung des hohen Qualitätsanspruchs der Landeslotteriegesellschaften und als Ansporn, um die Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Holthaus: „Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Mechanismen der Regulierung greifen. Für uns im DLTB ist es seit jeher entscheidend, dass die Diskussion über Marktordnung, Kanalisierung und Spielerschutz faktenbasiert geführt wird – auf Basis valider Daten und nicht auf Grundlage von interessengeleiteten Einzelwahrnehmungen.“ Der ISD-Glücksspiel-Survey 2025 schaffe dafür die notwendige Evidenz.

Die Autoren des ISD-Glücksspiel-Surveys 2025 sind Dr. Sven Buth, Dr. Jens Kalke und Moritz Rosenkranz (alle ISD) und Prof. Dr. Gerhard Meyer (Universität Bremen). 12.340 Interviews sind dafür vom 4. August bis zum 26. November 2025 geführt worden. Förderer der Studie ist der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB).

Bild (v. l.): Axel Holthaus, Dr. Jens Kalke und Dr. Sven Buth während der Pressekonferenz am 11. März 2026 in Berlin. © Stefan Gloede