29.10.2025
Peter Schmid verstorben
Am 22. Oktober 2025 verstarb Peter Schmid nach schwerer Krankheit. Schmid, in Heilbronn zu Hause, war lange Jahre Vorsitzender des Automaten-Verbands Baden-Württemberg (AVBW), außerdem 1996 bis 2000 Präsident des Bundesverband Automatenunternehmen (BA), dessen Schatzmeister er zuvor lange Jahre war. Schmid gehörte in Jahren des Umbruchs zu den wichtigen und prägenden Persönlichkeiten der deutschen Automatenwirtschaft.
Schmid zählte in der Zeit seiner politischen Aktivitäten zu den „jungen Wilden“ in der Branche, setzte dabei allerdings auf die traditionellen Verbandsstrukturen. Seine Verwurzelung im baden-württembergischen Heimatverband war tief und ihm sehr wichtig. Mehrere Themen sind mit ihm politisch besonders verbunden. In Baden-Württemberg kämpfte er mit viel Engagement und Aufwand gegen die Vergnügungssteuer. Mit völlig neuen Methoden – unter anderem einer Anzeigenkampagne – zog er sehr viel Aufmerksamkeit auf dieses Thema. Diese Aktivitäten sorgten dafür, dass die Mitgliederversammlungen des Verbands in Baden-Württemberg immer auch Dialog mit Abgeordneten jeder politischen Couleur waren. Intensiv half er dabei, den für die Branche existenzbedrohenden Mehrwertsteuer-Multiplikator 1994 zu kippen.
Konsequent war Schmid auch auf Bundesebene ein Verfechter der offenen Informationspolitik – nicht immer zur Begeisterung der damals Altvorderen. Er riskierte für seine Überzeugungen auch Konflikte und setzte sich durch. Er galt als konsequenter Verfechter der Interessen der Automatenunternehmer im Verbandsgefüge von Industrie und Handel. Dass der BA im Berliner Verbändehaus am Weidendamm für seine Geschäftsstelle Büroeigentum erworben hat, geht auf Schmid und dessen Vorstellung von Unabhängigkeit auch in diesen Fragen zurück.
Nach seinem Ausscheiden aus den offiziellen Ämtern blieb Schmid in „seinem“ Automaten-Verband Baden-Württemberg stets präsent. Seinen Nachfolgern in die Speichen des Lenkrads zu greifen, war nicht sein Stil. Aber seine Stimme wurde immer gehört. Die Vergnügungssteuer blieb bis in die Gegenwart sein Thema als Unternehmer. Dass er mustergültige Betriebe aufgrund völlig widersinniger Abstandsregeln schließen musste, schmerzte ihn, den Unternehmer, bis zum Schluss, auch persönlich. Das ist so in einem Familienunternehmen, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt um ihren Chef trauern.
Peter Schmid, der 78 Jahre alt wurde, hinterlässt seine Frau Sylvia, drei Kinder und Enkelkinder. Ihnen allen gelten die Gedanken beim BA und beim Automaten-Verband Baden-Württemberg. Die Branche trauert um einen Unternehmer, der mit Sachkenntnis und Stil sein Unternehmen geführt und die Interessen der Automatenunternehmen vertreten hat. games & business war er immer in kritischer Sympathie verbunden. Wir alle werden Peter Schmid nicht vergessen.
Bild: © games & business
