
29.08.2025
Karl-und-Helga-Höcketstaller-Stiftung: Benefiz-Auktion startet am 24. September
Die Karl-und-Helga-Höcketstaller-Stiftung setzt sich seit 2009 für die Jugendarbeit in den Landkreisen Altötting und Mühldorf ein. Gespeist aus dem Privatvermögen von Karl Höcketstaller und von Spenden war es in den letzten Jahren möglich, mehr als 50.000 Euro jährlich aus den Erträgen für die Förderung von Jugendarbeit und die Unterstützung bedürftiger Kinder und Jugendlicher in den beiden Landkreisen auszuschütten. Jetzt startet am 24. September eine besondere Auktion, deren Erlös ebenfalls in die Karl-und Helga-Höcketstaller-Stiftung fließt. Es ist die Versteigerung der Kunstsammlung von Karl Höcketstaller. Er selbst hatte es so testamentarisch verfügt. Schirmherr der Benefiz-Auktion ist Dr. Florian Herrmann (CSU), Leiter der bayerischen Staatskanzlei. Er würdigt in seinem Grußwort den „unermüdlichen und tatkräftigen Einsatz“ der Karl-und Helga-Höcketstaller-Stiftung für benachteiligte Kinder.
Mit feinem Gespür, Plan und Ziel
Karl Höcketstaller, Automatenunternehmer aus Winhöring bei Altötting, hatte ein ungewöhnliches Hobby. Er sammelte „Alte Meister”. Italienische Künstler, Historien- und Landschaftsbilder generell. Auch sakrale Kunst interessierte ihn. Mitte der 70er-Jahre begann Karl Höcketstaller, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Bei der Auswahl der Kunstwerke ging er zwar mit Leidenschaft vor, wie Tochter und Automatenunternehmerin Petra Höcketstaller sagt. Aber nicht planlos. Freund und Kunstexperte Professor Heinrich Decker aus Salzburg stand mit Rat zur Seite. Vor zehn Jahren wurde die Sammlung auf ca. 800.000 Euro geschätzt. Da wurde wohl mit einem guten Händchen investiert.
Für die Zukunft junger Menschen
Die Bilder waren keine reine Geldanlage. Sie belebten die Wände des Wohnhauses der Höcketstallers. Sie sind damit auch lebendiger Teil der Kindheits- und Jugenderinnerungen von Petra Höcketstaller und deren Schwester Sandra Jung. Karl Höcketstaller hat testamentarisch verfügt, dass die Bilder seiner Sammlung nach seinem Tod versteigert und der Erlös der Stiftung zugute kommt, die damit wohltätige Zwecke fördert. Diesen letzten Willen ihres vor eineinhalb Jahren verstorbenen Vaters erfüllen seine Kinder Petra Höcketstaller und Sandra Jung jetzt mit der Kunstauktion.
„Die Auktion ist nicht nur ein Rückblick auf das Lebenswerk unseres Vaters, sondern auch ein kraftvoller Impuls für die Zukunft junger Menschen. Wir hoffen auf eine große Beteiligung – nicht nur im Sinne der Kunst, sondern für all die jungen Menschen, deren Weg wir ein Stück weit mitgestalten dürfen“, erklärt Petra Höcketstaller, die sich im Vorstand der Stiftung gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Christian Latzlsperger sowie ihrer Schwester Sandra Jung und deren Ehemann Alexander Jung dafür einsetzt, das Vermächtnis des Vaters zu bewahren und es in seinem Sinne weiterzuführen.
Benefiz-Auktion bei Neumeister in München und online
Das renommierte Münchner Kunstauktionshaus Neumeister wird am 24. September 2025 in ihren Räumlichkeiten die Versteigerung der Sammlung starten. Danach läuft die Auktion über 2 Wochen online weiter. Aktuell ist auch das Magazin zur September-Auktion erschienen. Zu welchem Bild Petra Höcketstaller eine besondere Beziehung hat und was ihr an der Stiftungsarbeit besonders wichtig ist, lesen Sie im Interview mit ihr in der August-Ausgabe von games & business.
Bild: Petra Höcketstaller (l.) und Schwester Sandra Jung erfüllen mit der Benefiz-Auktion die testamentarische Verfügung ihres Vaters. © privat