Offener Austausch beim NAV-Stammtisch in Bremen

Rund 20 Mitglieder des Nordwestdeutschen Automatenverbands (NAV) tauschten sich am 5. November 2025 in Bremen bei einem Stammtisch über die aktuelle Branchensituation in Bremen und Niedersachsen aus. Verbandsvorsitzender Detlev Graß informierte über die vom Verband geführten Gespräche mit Politik und Verwaltung sowie über den aktuellen Sachstand in Bremen. Hier stand laut Verband die geplante Erhöhung der Vergnügungssteuer im Land Bremen im Mittelpunkt. Von derzeit 20 Prozent (Bruttokasse) auf künftig 25 Prozent (Bruttokasse) soll die Steuer angehoben werden. Die Umsetzung ist zum 1. Januar 2026 vorgesehen und soll dem Land Bremen rund 2,7 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen bringen.

Hintergrund ist demnach die prekäre Haushaltslage des Landes Bremen mit einem Fehlbetrag von rund 50 Millionen Euro, der die Politik zu umfassenden Sparmaßnahmen zwinge. Die geplante Vergnügungssteuererhöhung befinde sich auf einer langen Liste an Einsparungen, so der NAV. In seinen Gesprächen mit den Fraktionen und dem Finanzsenator habe der Verband die angespannte wirtschaftliche Lage der Bremer Unternehmen erläutert – insbesondere aufgrund der massiven Marktreduzierung infolge der geltenden Abstandsregelungen.

Für lebhafte Diskussionen habe die Novellierung der Spielverordnung gesorgt. Hier lag der Fokus laut Verband insbesondere auf der Gastronomieaufstellung. Thomas Breitkopf, NAV-Mitglied und Präsident des Bundesverbands Automatenunternehmen, erläuterte beim Stammtisch die aktuellen Entwicklungen. Verbandsjustiziar Prof. Dr. Florian Heinze berichtete über das Auslaufen der Doppelkonzessionen in Niedersachsen zum 31. Dezember 2025. Aktuell muss von zwei in einem baulichen Verbund betriebenen Spielhallen in Niedersachsen eine der beiden Hallen zum Jahresende geschlossen werden. Nur eine der beiden Hallen kann nach den Vorstellungen des Gesetzgebers eine Erlaubnis für den (Weiter-)Betrieb ab dem 1. Januar 2026 erhalten. Deshalb haben der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft und der Niedersächische Automatenverband eine Kampagne gestartet. Im Foksu steht die rettung von Arbeitsplätzen und die bekämpfung des illegalen Spiels.

Bild: © NAV