11.03.2026
DAW: „Der Schwarzmarkt ist der blinde Fleck“
„Für Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Verbände ist ein auf Fakten und wissenschaftlich validen Daten basierender Diskurs über das Spielverhalten in Deutschland notwendig und wichtig. Ob die vorgestellte Studie die massiven wissenschaftlichen Fehler ihrer Vorgänger-Studien wiederholt, wird sich im fachlichen Diskurs zeigen.“ Damit nimmt Georg Stecker (Foto), Sprecher des Vorstands Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW), Stellung zur Präsentation des ISD-Glücksspiel-Surveys 2025 am 11. März in Berlin. Die Studie zur Glücksspielteilnahme und zu glücksspielbezogenen Problemen in Deutschland wurde durch das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) erstellt.
Massiver Schaden durch fehlgeleitete Regulierung
Mit Blick auf die aktuelle Marktsituation erklärt Stecker weiter: „Der heute vorgestellte Survey zeigt – wie auch der Glücksspielsurvey 2024 von forsa und deren Vorläuferstudien im Auftrag der BZgA – trotz massiven Abbaus des legalen Angebots Konstanz im Verbraucherverhalten. Jedoch: Der Schwarzmarkt ist der blinde Fleck!“ Stecker verweist auf einen Glücksspielmarkt im Umbruch. „Allein beim Automatenspiel ist mindestens jedes dritte Gerät illegal und der Schwarzmarkt hat ein Volumen zwischen 3 und 6 Milliarden Euro!“ Das müsse in den Fokus, insistiert Stecker und verweist darauf, dass Verbraucher mit Glücksspielstörung durch das Sperrsystem OASIS vom legalen Angebot ausgeschlossen werden und deshalb ungeschützt in den Hinterzimmern spielten. „Hier entsteht durch fehlgeleitete Regulierung massiver Schaden für Verbraucher und Gesellschaft.“
Bild: © AWI/DAW/Neumann