DAW: Legales Angebot stärken, statt nur Symptome zu bekämpfen

Nach dem Schlag gegen illegales Glücksspiel in Berlin fordert der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) eine praxisnahe Weiterentwicklung der Regulierung. Im März hatte die Polizei in der Hauptstadt bei einer Großrazzia 120 Spielautomaten sichergestellt. Dies hatte unter anderem die Berliner Morgenpost berichtet.

„Reine Vollzugsmaßnahmen reichen nicht aus“

Anlässlich der aktuellen Berichterstattung erklärt Georg Stecker, Sprecher des DAW-Vorstandes: „Die konsequenten Maßnahmen der Berliner Behörden gegen illegales Glücksspiel verdienen ausdrückliche Anerkennung. Der jüngste Verbundeinsatz zeigt, dass der Rechtsstaat entschlossen gegen organisierte Kriminalität, Geldwäsche und Steuerhinterziehung vorgeht. Doch klar ist auch: Reine Vollzugsmaßnahmen reichen nicht aus. Der wachsende Schwarzmarkt ist kein Zufall. Er wird durch fehlgeleitete Regulierung, die an der Lebensrealität der Menschen vorbeigeht, regelrecht produziert. Wenn das legale Angebot nicht mehr nachfragegerecht und auch nach einem massiven Abbau nicht mehr ausreichend verfügbar ist, entsteht Raum für Illegalität. Der Schwarzmarkt kann nur durch eine Kombination aus zielgerichteter Regulierung, starker wettbewerbsfähiger legaler Angebote und einem konsequenten Vollzug effektiv und vor allem nachhaltig zurückgedrängt werden.

Darum ist jetzt der Zeitpunkt, die Regulierung grundlegend zu überprüfen und so weiterzuentwickeln, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in legale Angebote gelenkt werden. Es braucht Regeln mit Augenmaß: wirksam im Schutz, aber fair im Wettbewerb. Die Deutsche Automatenwirtschaft steht bereit, diesen Prozess aktiv mitzugestalten – als verlässlicher Partner für Verbraucher- und Jugendschutz, hohe Sicherheitsstandards und ein funktionierendes legales Angebot. Unser Ziel ist klar: Ein regulierter Markt, der schützt und dem Schwarzmarkt dauerhaft den Boden entzieht.“

Bild: © AWI/DAW/Neumann