Nachhaltigkeit im Fokus: Branchenübergreifender Austausch bei der Merkur Group

Mitglieder des Umwelt- sowie des Industrieausschusses der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld kamen am 16. September zu einem branchenübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um das Themenfeld Nachhaltigkeit zusammen. Die Merkur Group als Gastgeberin richtete das Treffen auf Schloss Benkhausen aus und empfing 41 Teilnehmende. Den Auftakt markierte laut Unternehmen ein Rundgang durch das Produktionswerk der adp Merkur im benachbarten Lübbecke. Hier machte Hans Martin Grube, Geschäftsführer Produktion, die Grundpfeiler der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – im Produktionsprozess erlebbar und zeigte unter anderem effizenten Ressourceneinsatz und Prozessweiterentwicklung auf.

Nachhaltig, sozial, ökologisch – Vorreiter Paul Gauselmann

Manfred Stoffers, stellvertretender Vorstandssprecher der Merkur Group, erläuterte im Rahmen der Vortragsreihe, welchen Stellenwert langfristiges und verantwortungsvolles Handeln in der Unternehmenskultur der Merkur Group seit Jahren einnimmt. Stoffers machte anhand von Einblicken in das Unternehmertum des im August verstorbenen Unternehmensgründers Paul Gauselmann und dessen ökonomische Denkweise den Wert der Nachhaltigkeit und Langfristigkeit sichtbar. Beispiele sind Gauselmanns soziales Engagement, etwa durch die Paul und Karin Gauselmann-Stiftung und Aktionen wie „Bäume fürs Leben„. Hier wurden laut Merkur Group mittlerweile über 97.000 Bäume gepflanzt.

Verantwortung für Heimatregion und darüber hinaus

Dominik Raasch, Vorstand Merkur Games, thematisierte den Wandel des zunehmend global agierenden Familienunternehmens im Kontext der Nachhaltigkeit. Raasch: „Die Merkur Group ist in ihrer Heimat verwurzelt und zugleich global vertreten. Indem die entscheidenden Aufgaben der Unternehmensgruppe in der Heimatregion verankert bleiben, übernehmen wir Verantwortung für eine starke Wirtschaftsregion Ostwestfalens und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung. In die Heimatregion zu investieren, heißt für uns ebenfalls ökologische Verantwortung zu übernehmen.“ Raasch erläuterte, dass an den Standorten Espelkamp und Lübbecke seit Langem auf PV-Anlagen, Windenergie, Kreislaufwirtschaft und weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Energie- und Ressourcenverbräuchen gesetzt werde.

Für die Implementierung der Nachhaltigkeitsaufgaben gibt es bei der Merkur Group einen eigenständigen Fachbereich. Für diesen machten Louisa Pfeil, Teamlead Group Sustainability und Josephine Rosemeier, Projektmanagerin Nachhaltigkeit bei der Merkur Group und aktives Mitglied des Umweltausschusses der IHK, sichtbar, wo das Unternehmen heute steht.

Spielerschutz Teil nachhaltigen Handelns

Die soziale Nachhaltigkeit spielt laut Merkur Group eine besonders große Rolle im Unternehmen. Jan Kowala, Head of Responsible Gaming, beleuchtete für diesen Bereich die bereits etablierten Ansätze und Maßnahmen im Unternehmen. Verantwortungsvolles Spielen, insbesondere der Jugend- und Spielerschutz, sind der Merkur Group zufolge zentrale Handlungsfelder, zu denen Sichtbarkeit, Transparenz, Bildung und Information beitragen sollen. „Wir wollen mindestens so gut informiert sein, wie die Wissenschaft selbst“, so der Anspruch.

Eine weitere Perspektive brachte Dr. Patrick Fekete, Sprecher Energiepolitik bei Westfalen Weser, in die Ausschusssitzung „Umwelt und Industrie“ der IHK ein. Er bot den Teilnehmenden eine Gesamtschau über die Energiewirtschaft, ihre Transformation sowie politische Rahmenbedingungen. Der Fokus hier: Entwicklungen, die für Unternehmen künftig relevant sein werden und Auswirkungen, die sich daraus für unternehmerische Entscheidungen ergeben.

Bild: Austausch zum Thema Nachhaltigkeit über Branchengrenzen hinweg: Ausschusssitzung „Umwelt und Industrie“ der Industrie- und Handelskammer zu Bielefeld. © Merkur Group