28.09.2026
BAV: Prävention stärken und illegales Glücksspiel bekämpfen
Anlässlich des bundesweiten Aktionstags gegen Glücksspielsucht am 30. September 2026 unterstreicht der Bayerische Automaten-Verband (BAV) die Bedeutung von Prävention, Aufklärung, Früherkennung und wirksamem Spieler- und Jugendschutz. Der Verband verstehe die Prävention von Glücksspielsucht als gemeinsame Aufgabe von Politik, Behörden, Wissenschaft, Suchthilfe und Glücksspielwirtschaft, heißt es in einer Pressemitteilung.„Der Schutz der Spielerinnen und Spieler muss ein zentraler Bestandteil unseres Handelns sein. Dazu gehören Aufklärung, frühzeitige Hilfsangebote und die konsequente Umsetzung gesetzlicher Vorgaben“, erklärt Andy Meindl (Foto), Präsident des Bayerischen Automaten-Verbands.
Prävention muss im Alltag ankommen
„Spielerschutz darf kein Lippenbekenntnis sein. Er muss im täglichen Betrieb gelebt werden: Gut geschultes Personal, wirksame Präventionskonzepte, Maßnahmen zur Früherkennung, ein verantwortungsvoller Umgang mit den Gästen sowie eine konsequente Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen sind entscheidend, um problematisches Spielverhalten möglichst früh zu erkennen und Hilfsangebote zugänglich zu machen“, erläutert Meindl. Der BAV unterstütze seine Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben und bei der Etablierung einer professionellen Präventionskultur. Auch unabhängige Zertifizierungen können aus Sicht des Verbands dazu beitragen, Qualitätsanforderungen transparent und überprüfbar zu machen.
Konsequenter Vollzug gegen illegales Glücksspiel
Zum Spielerschutz gehört für den BAV auch eine klare Abgrenzung zwischen legalen und illegalen Angeboten. Regulierte Betriebe unterliegen gesetzlichen Vorgaben, Kontrollen und verbindlichen Anforderungen an den Spieler- und Jugendschutz. Illegale Angebote entziehen sich diesen Schutzmechanismen. „Wer den Spielerschutz stärken will, muss auch den Schwarzmarkt konsequent bekämpfen. Dort fehlen die Schutzmechanismen, die im legalen und regulierten Glücksspiel vorgeschrieben sind. Gleichzeitig muss das legale Glücksspiel attraktiver und zeitgemäßer werden, damit Spielerinnen und Spieler einen echten Anreiz haben, im regulierten Markt zu bleiben, anstatt in den Schwarzmarkt abzuwandern. Deshalb braucht es beides: konsequente Prävention und einen wirksamen Vollzug gegen illegales Glücksspiel ebenso wie ein attraktives und zeitgemäßes legales Angebot“, betont Meindl.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Der Aktionstag gegen Glücksspielsucht mache deutlich: Wirksame Prävention gelingt nur gemeinsam. Politik, Behörden, Suchthilfe und Glücksspielwirtschaft sind gefordert, Risiken frühzeitig zu erkennen, Betroffene und Angehörige über Hilfsangebote zu informieren und zugleich für ein qualitativ hochwertiges und verlässliches legales Glücksspielangebot zu sorgen. „Wir möchten eine Kultur, in der über Glücksspielsucht gesprochen werden kann, ohne zu stigmatisieren. Information, Prävention und Hilfe müssen dort ansetzen, wo Menschen erreicht werden können. Dazu möchten wir als Branche unseren Beitrag leisten“, erklärt der BAV-Präsident. Der Bayerische Automaten-Verband e.V. bekräftigt anlässlich des Aktionstags sein Engagement für professionelle Prävention, konsequenten Spieler- und Jugendschutz sowie ein kontrolliertes und transparentes Glücksspielangebot.
Bild: © Stefan Heigl
