10.09.2026
Dahms (DSWV): „Behörden und legale Anbieter haben gemeinsames Ziel“
Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) begrüßt – wie auch der DOCV – den Ermittlungserfolg deutscher Behörden gegen mutmaßliche Betreiber illegaler Online-Glücksspielangebote. Über illegal betriebene Plattformen sollen allein zwischen Juli 2021 und Ende 2023 Spieleinsätze von rund 5,86 Milliarden Euro abgewickelt worden sein. DSWV-Präsident Mathias Dahms: „Dieser Ermittlungserfolg zeigt eindrucksvoll, welche Dimension der illegale Glücksspielmarkt inzwischen erreicht hat. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Strafverfolgungsbehörden hier mit großem Einsatz vorgehen.“
Legaler Markt zentraler Partner für wirksamen Spielerschutz
Illegale Anbieter verfügen über keine deutsche Erlaubnis und entziehen sich damit den gesetzlichen Vorgaben, die insbesondere dem Schutz der Spieler dienen. Einzahlungslimits, Spielersperren, Identitätsprüfungen und weitere Schutzmechanismen des regulierten Marktes können dort umgangen werden. „Spielerschutz funktioniert nur dort, wo die Regeln gelten und durchgesetzt werden. Der legale Markt ist deshalb ein zentraler Partner für wirksamen Spielerschutz und bei der Zurückdrängung illegaler Angebote. Behörden und legale Anbieter haben hier ein gemeinsames Ziel“, betont Dahms.
Bisherige Schwarzmarktzahlen kritisch überprüfen
Die Dimension des aktuellen Ermittlungsfalls wirft aus Sicht des DSWV zugleich Fragen hinsichtlich der bisherigen Schätzungen zur Größe des Schwarzmarktes auf. „Fast sechs Milliarden Euro Spieleinsätze innerhalb von zweieinhalb Jahren in einem einzigen Ermittlungsfall müssen Anlass sein, die bisherigen Annahmen über die Größe des Schwarzmarktes kritisch zu überprüfen“, sagt Dahms. Wenn bereits ein einzelner Fall solche Dimensionen offenbare, stelle sich zwangsläufig die Frage, ob die bisherigen Schwarzmarktschätzungen das tatsächliche Ausmaß des illegalen Marktes realistisch abbildeten.
Der DSWV fordert seit Langem eine konsequente Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote und eine belastbare, datenbasierte Erfassung des Schwarzmarktes. Dahms: „Die strengsten Schutzvorschriften helfen keinem Spieler, der bei einem illegalen Anbieter landet. Wer Spielerschutz stärken will, muss deshalb illegale Angebote konsequent zurückdrängen und legale Angebote stärken.“
Bild: © DSWV
