Fachtagung FSGP 2025: Blick in die Zukunft

Mitten im Herzen von Frankfurt am Main im Schatten des Doms fand am 1. und 2. April die Fachtagung FSGP zu „Suchtprävention Glücksspiel in der Praxis“ statt. Die Veranstaltung richtete den Blick auf die Zukunft der Prävention. Des Weiteren gab es eine Premiere: Bei einer Podiumsdiskussion kamen aktive Glücksspieler zu Wort und sprachen über ihren Weg in die Spielhalle und Spielbank.

Visionen und Konzepte für die Prävention 

Eröffnet wurde die Tagung durch die beiden Psychologen Dr. Henning Brand (origo Akademie) und Günther Zeltner. Dann erfolgte ein Vortrag von Prof. Dr. Frauke Rostalski, Professorin für Strafrecht an der Universität Köln und Mitglied des Deutschen Ethikrats, die zum Thema „Die vulnerable Gesellschaft. Zum Spannungsverhältnis von Freiheit und Sicherheit in Zeiten wachsender Vulnerabilität“ sprach. Dem „perfekten Spieler“ widmete sich Rechtsanwalt Martin Reeckmann. Dabei zeigte er die Entwicklung des Diskurses rund um das Thema Spielsucht auf. Prof. Dr. Gerhard Bühringer beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Verantwortungsverteilung zwischen Staat, Anbieter und Glücksspielteilnehmern. Nach dem Mittagessen teilten sich alle Teilnehmer auf vier Gruppen auf. Wir nahmen am Impulsvortrag von Alexandra Nöthen, Projektleiterin Spielstätten-Zertifizierung bei TÜV Rheinland Cert teil. Nöthen sprach dort zur Rolle und Entwicklung der Zertifizierung. Anschaulich zeigte sie anhand von Graphiken die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern auf.

Der zweite Block der Tagung drehte sich thematisch um die Spielmotive sowie die Verlaufsprozesse beim Glücksspielen und den Hilfebedarf. Neben aktuellen Zahlen vom Regierungspräsidium Darmstadt zum Sperrsystem OASIS erfuhren die Teilnehmer von Dr. Jens Kalke auch mehr zu den Spielersperren. „Sie sind ein Instrument für jüngere Spieler“, sagte Kalke angesichts der empirischen Grundlage. Das Highlight der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion mit aktiven Glücksspielern sowie einer Unternehmerin und einer Spielhallenmitarbeiterin. Sie sprachen ausführlich über ihre unterschiedlichen Motivationen, in die Spielhalle und Spielbank zu gehen. Einen ausführlichen Bericht über die gesamte Fachtagung lesen Sie in der Mitte des Monats erscheinenden April-Ausgabe von games & business. Sie sind noch kein Abonnent, möchten dies aber ändern? Hier geht es zum Pro-Abo. 

Bild: games & business