06.11.2026
Freizeit-Freiheit: Interview über Selbstbestimmung und Glücksspiel im Business Punk
In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Business Punk“ erklärt Dr. Daniel Henzgen, Geschäftsführer von Löwen Entertainment, die Ziele der Kampagne „Freizeit-Freiheit“. Sie solle kein Glücksspiel bewerben, sondern eine Debatte darüber anstoßen, wie viel Selbstbestimmung Menschen bei ihrer Freizeitgestaltung zugestanden wird. Dabei gehe die Debatte alle an. Was heute eine bestimmte Freizeitbeschäftigung betrifft, könne morgen andere Lebensbereiche berühren.
Henzgen kritisiert, dass Glücksspiel häufig pauschal mit problematischem Spielverhalten gleichgesetzt werde, während die Perspektive von Freizeitspielerinnen und -spielern wenig Beachtung finde. Henzgen: „Spielfreude wird pauschal pathologisiert.“ Die Erfahrungen von Millionen Freizeitspielern blieben dagegen weitgehend unsichtbar. Die Kampagne stellt Spielhallenbesuche neben andere Hobbys wie Eisbaden, Korallenzucht und Rollerschrauben. Die Botschaft: Auch Freizeitbeschäftigungen, die man selbst nicht teilt, sollten gesellschaftlich akzeptiert werden. Denn Vielfalt ende nicht dort, wo der persönliche Geschmack aufhört.
Laut Henzgen besuchen rund sieben Millionen Erwachsene in Deutschland staatlich konzessionierte Spielhallen. Zugleich betont er, dass individuelle Freiheit und Spielerschutz kein Widerspruch seien: Spielerschutz sei ein wesentlicher Bestandteil des legalen Glücksspielmarkts, im illegalen Markt fehle er. Die Kampagne wolle keine fertigen Antworten geben, sondern zum Dialog über persönliche Freiheit, gesellschaftliche Vorurteile und staatliche Eingriffe anregen. Hier geht’s zum Artikel im Business Punk.
Bild: Screenshot Kampagnenseite © Löwen Entertainment