Georg Stecker begrüßt Vorstoß gegen illegales Glücksspiel – Appell für faktenbasierte Regulierung

Georg Stecker, Sprecher des Vorstands Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW), begrüßt die klare Benennung des illegalen Glücksspiels als zentrales Problem für den Verbraucher- und Jugendschutz. Der Bundesdrogenbeauftragte Prof. Dr. Hendrik Streeck hatte in seinem Grußwort zum Symposium Hohenheim eine stärkere Bekämpfung gefordert. Das sei ein „wichtiges und richtiges Signal“, so Stecker.

Wissenschaftliche Grundlage unerlässlich

Gleichzeitig müsse die politische und regulatorische Debatte auf einer soliden, wissenschaftlich belastbaren Grundlage geführt werden, unterstreicht Stecker. Die im Rahmen des Symposiums diskutierten Studien zeigten deutlich, dass die tatsächliche Größe des illegalen Marktes weiterhin nur näherungsweise bestimmt werden kann. Umso wichtiger sei es, die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags faktenbasiert und differenziert vorzunehmen. „Der wirksamste Spielerschutz gelingt nur in einem starken und wettbewerbsfähigen legalen Markt“, insistiert Stecker. „Eine weitere Schwächung regulierter Angebote birgt die reale Gefahr, Verbraucherinnen und Verbraucher in den unkontrollierten Schwarzmarkt abzudrängen – mit deutlich höheren Risiken für Sucht, Betrug und fehlenden Verbraucher- und Jugendschutz.“

Gemeinsames Ziel

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass legale Anbieter ihrer Verantwortung gerecht werden: durch strenge Auflagen, umfangreiche Präventionsmaßnahmen und wirksame organisatorische und technische Schutzinstrumente. Vor diesem Hintergrund fordert der DAW-Vorstandssprecher eine Stärkung der legalen regulierten Angebote. Diese dürften nicht geschwächt werden. Stecker weiter: „Wir teilen das Ziel, illegale Angebote konsequent zurückzudrängen. Dafür braucht es jedoch vor allem eine Regulierung, die legale Angebote stärkt sowie eine konsequente Rechtsdurchsetzung gegen illegale Anbieter.“ Der DAW stehe bereit, sich weiterhin konstruktiv in die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags einzubringen. Das gemeinsame Ziel sei Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam zu schützen und den illegalen Markt nachhaltig zu bekämpfen.

Bild: © AWI/DAW/Neumann