21.08.2026
Praxis für Politik: „Vollzug muss besser gelingen“
Einblicke in die Abläufe in einer Spielhalle erhielt der Bundestagsabgeordnete Harald Orthey (CDU) im Rahmen der Reihe „Praxis für Politik„. Gemeinsam mit der CDU-Fraktionsgeschäftsführerin im Westerwald, Susanne Görg, war er am 17. August zu Gast in der Spiel-In Spielhalle in Montabaur. Dort berichteten Betreiber Nick Baldus und Filialleiterin Maxime Jantos über Spielerschutz, die illegale Konkurrenz und Wünsche für die Zukunft.
Spielerschutz als Riesenstärke
„Die Spielhalle ist ein echter Treffpunkt geworden“, beobachtet Maxime Jantos. Die Gäste seien dabei sehr heterogen – „jung, alt, allein, als Paar oder in Gruppen“. Und auch Nick Baldus erklärte, dass der Frauenanteil in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen sei. Heute seien etwa 40 Prozent der Besucher weiblich. Dabei sei es wichtig, auf die Gäste zu achten, unterstrich Santos. „Wir schützen unsere Gäste. Und am Ende sind sie dafür dankbar.“ Zusätzlich wird der der Austausch mit den Gästen dokumentiert. Nick Baldus betonte daher: „Unsere Riesenstärke ist der Spielerschutz und der persönliche Kontakt.“ Orthey zeigte sich beeindruckt von dem hohen Einsatz für den Spielerschutz. Es gäbe sehr viel Absicherung, auch durch die strenge Regulierung. Allerdings merkte er auch an: „Man kann es auch übertreiben.“ Daher müssten die einzelnen Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit für den Spielerschutz untersucht werden.
„Recht muss man durchsetzen“
Ebendieser Spielerschutz fehlt bei der illegalen Konkurrenz vollkommen. Dennoch finden illegale Geräte immer mehr Verbreitung, erläuterte Baldus. Ein großes Problem, wie Harald Orthey anerkennt. „Recht muss man durchsetzen.“ Deshalb gilt für Orthey: „Wenn man wirklich was für Suchtkranke tun will, muss der Vollzug gegen illegale Angebote besser gelingen.“ Neben den illegalen Angeboten belastet die Branche in Rheinland-Pfalz eine unsichere Zukunftsperspektive. Nach aktuellem Stand sollen ab 2028 die Abstandsregeln (500 Meter zu anderen Spielhallen sowie zu Kinder- und Jugendeinrichtungen) auch für Bestandsspielhallen gelten. Dies würde für zahlreiche Spielhallen das Aus bedeuten. „Wenn der Markt kleiner wird, freuen sich nur die Illegalen“, ist sich Baldus sicher. Daher plädiert er für eine Anpassung der Regelung, um den Bestand an Spielhallen zu erhalten.
Noch mehr Infos zu dem Besuch von Harald Orthey bei Spiel-In lesen Sie in der September-Ausgabe von games & business. Noch kein Abonnement? Hier geht’s zum kostenfreien Probeabo.
Bild: „Praxis für Politik“ in Montabaur (v. l.): CDU-Fraktionsgeschäftsführerin Westerwald Susanne Görg, Bundestagsabgeordneter Harald Orthey, Standortleiterin Maxime Jantos und Unternehmer Nick Baldus. © games & business