Westlotto-Spielstudio mit Manfred Stoffers

Manfred Stoffers, stellvertretender Vorstandssprecher der Merkur Group, war Gast in der 48. Folge des Spielstudio-Podcasts von Westlotto. Gemeinsam mit Gastgeber Axel Weber sprach Stoffers über verschiedenste Themen, unter anderem seinen ungewöhnlichen Karriereweg, der über Jugendschutz, die Uhrenindustrie und den Profifußball beim TSV 1860 München führte. Außerdem erklärt er, wie der „Schutz der Freiheit“ sein Lebensthema wurde.

Vorurteile abbauen

Kein gesellschaftlicher Bereich ist so „durchsäuert von moralinsauren Vorurteilen“, so Stoffers These. Zwar seien Vorurteile evolutionär wichtig gewesen. „Unser Job ist es dann diese Vorurteile – wenn wir wissen, dass sie dem wirklichen Urteil nicht entsprechen – abzubauen“, erklärt Stoffers. Dies gelänge durch validiertes Wissen und eine realitätsgerechte Betrachtung.

Zudem äußert sich Stoffers zum Verhältnis von staatlichem und gewerblichem Glücksspiel. Lotto sei als kluges, eigenständiges Konzept zu Recht anders reguliert. Das gewerbliche Glücksspiel wiederum soll aus seiner Sicht aus dem Ordnungsrecht ins Wirtschaftsrecht überführt werden. Stoffers erklärt, dass der Schwarzmarkt kein Zufall ist, sondern das Ergebnis ignorierter Marktgesetze. Außerdem: Warum „Spielen macht süchtig“ ein Vorurteil ist, weshalb die GGL mehr Autonomie braucht und warum es statt Spielkompetenz eine Risikokompetenz nach australischem Vorbild bräuchte.

Zur aktuellen Ausgabe des Glücksspiel-Podcasts geht es hier. Spielstudio ist der Westlotto-Infotalk für die Glücksspielbranche zu aktuellen Themen rund um den Glücksspielmarkt. Unternehmenssprecher Axel Weber tauscht sich im Podcast mit Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Glücksspiel, Gesellschaft oder Kultur aus. In der vorangegangenen Ausgabe etwa waren Knut Walter und Sebastian Schneider zu Gast.

Bild: © Westlotto