10.03.2026
VDAI und Forsa: gluecksspielsurvey.de online
Auf der neuen Webseite gluecksspielsurvey.de stellt der Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI) Daten zum Glücksspielverhalten vor. Die Zahlen stammen aus dem Glücksspielsurvey 2024, den das Institut Forsa im Auftrag des Verbandes durchgeführt hat. Zudem kündigen Forsa und VDAI neue Zahlen an. Eine neue Ausgabe der Studienreihe wurde in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden zur Jahresmitte erwartet.
Langjährige Forschungsreihe fortgesetzt
Mit der 2024er-Ausgabe des Glücksspielsurveys wurde eine langjährige Untersuchungsreihe zum Thema „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland“ fortgeschrieben. Zwischen 2007 und 2019 lag die Studienreihe in Verantwortung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und wurde in zweijährigen Abständen durchgeführt. Nachdem die BZgA als zuständige öffentliche Stelle die Studienreihe nach 2019 nicht mehr fortgeführt hat, ist mit dem Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI) ein privater Finanzierungspartner in Aktion getreten. Dessen zentrales Interesse bestand darin, das bisher von der BZgA verwendete Studiendesign (Fragebogen, Erhebungsmethode, Stichprobengröße, durchführendes Institut) vollständig zu übernehmen, um eine im wissenschaftlichen Sinne „seriöse Fortschreibung der bisherigen Zeitreihen“ vornehmen zu können, erklärt der Verband in einer Pressemitteilung.
Dem VDAI sei die Fortsetzung dieser national einzigartigen und international herausragenden Untersuchung besonders wichtig. Nur durch Wiederholungsbefragungen können Entwicklungen im Glücksspielverhalten sowie Veränderungen des Anteils der Menschen mit einer Glücksspielstörung in Deutschland über einen langen Zeitraum wissenschaftlich valide aufgezeigt werden. Aus diesem Grund wurde der Glücksspielsurvey 2026 bereits beauftragt. Die Ergebnisse werden in der Jahresmitte erwartet.
Keine Veränderung
Der Glücksspielsurvey 2024 zeigte keine Veränderung im Anteil der „problematischen“ oder „wahrscheinlich pathologischen“ Spieler im Vergleich zur 2019er-Ausgabe. Etwa 80 Prozent der Menschen zwischen 16 und 70 Jahren in Deutschland haben demnach im Laufe ihres Lebens schon einmal Glücksspiel gespielt, fast jeder zweite (43 Prozent) auch innerhalb der letzten zwölf Monate. Dies geht aus der repräsentativen telefonischen Befragung (Dual Frame Design) unter 11.503 Befragten hervor. Lediglich 0,37 bzw. 0,28 Prozent aller Befragten fallen nach SOGS-Klassifikation (South Oaks Gambling Screen) in die Kategorien „problematisch“ oder „wahrscheinlich pathologisch“. 2019 lagen die entsprechenden Anteile bei 0,39 bzw. 0,34 Prozent. Die geringfügigen Unterschiede liegen laut Forsa im Bereich von Zufallsschwankungen. Über 95 Prozent der Befragten seien hingegen entweder unproblematische Spielerinnen und Spieler oder spielen gar nicht.
Noch mehr Infos und Studien zum Spielverhalten gibt es auf der Webseite des VDAI.
