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26.02.2025
Westlotto: Gameshift NRW soll Medienkompetenz stärken
Digitale Bildung und Medienkompetenz sind entscheidende Faktoren für die Zukunft. Das Präventionsprojekt Gameshift NRW von Westlotto möchte Kindern und Jugendlichen verantwortungsvolles spielen vermitteln. Als deutschlandweit erstes Projekt klärt Gameshift NRW dahingehend über die Gefahren von Glücksspielelementen in Online-Games auf und verfolgt damit einen umfassenden Ansatz, wie es von Seiten Westlottos heißt.
Verantwortungsvolles Spielen
„Wir haben einen großen Handlungsbedarf was die Themen Medienabhängigkeit und Glücksspielsucht betrifft. In beiden Bereichen sehen wir besorgniserregende Entwicklungen. Wir wissen, frühzeitiger kontakt mit Glücksspiel kann das Risiko späterer Abhängigkeiten bei Kindern und Jugendlichen deutlich erhöhen“, sagt Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. Westlotto finanziert das auf fünf Jahre angelegte Leuchtturmprojekt mit rund sechs Millionen Euro. Es richte sich im Kern mit vier Bausteinen an Kinder und Jugendliche. Zugleich soll es Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte sowie Sozialarbeiter mit Fokus auf den Lernort Schule aufklären.
Laut Glücksspielsurvey 2023 sei der Anteil bei den 18- bis 25-Jährigen, die unter einer Glücksspielstörung leiden, stark angestiegen. Prävention sollte deshalb möglichst im Kindesalter betrieben werden. Das Spielen einfach zu verbieten, führe an der heutigen Lebenswelt Heranwachsender vorbei, heißt es in der Broschüre vom Präventionsprojekt. „Sensibilisieren, stärken, dranbleiben – so erzielen wir mit unserer Aufklärungsarbeit einen nachhaltigen Effekt. Es reicht nicht, den Minderjährigen und Erwachsenen nur Theorie über gefährliches Gaming und Gambling beizubringen. Der Transfer in die Praxis ist entscheidend: Wir wollen, dass sie ihr Wissen anwenden. Die Alarmglocken müssen sofort angehen, wenn sie süchtig machende Mechanismen erkennen“, sagt Sabrina Isić, Projektleitung bei Gameshift NRW.
Weitere Maßnahmen ab Frühjahr 2025
Das Leuchtturmprojekt umfasst konkret vier Maßnahmenpakete, die jeweils unterschiedliche Zielgruppen adressieren. Im Herbst 2024 startete das Projekt mit einer Internetplattformen für Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte. Zudem gab es mit Fortbildungen und Workshops, digital und in Präsenz, weitere Aufklärungsformate für Erwachsene. Ab dem Frühjahr 2025 sollen Kinder und Jugendliche mit den „GamesDays“ in Schulen sowie einer „Serious Game“-App aufgeklärt werden.
© Westlotto