07.11.2025
Spielhallen-Schließungen in Niedersachsen: Verbände starten Kampagne
Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und der Automatenverband Niedersachsen (AVN) starten eine Kampagne gegen drohende Schließungen von Mehrfach-Spielhallen in Niedersachsen. Das drohende Auslaufen der Übergangsregelung für Doppelspielhallen zum Jahresende 2025 bringt rund 3.000 Arbeitsplätze in Gefahr und schwächt den legalen Markt massiv, warnen die Verbände.
„Auf Kosten der Sicherheit der Menschen“
„Wer Spielhallen schließt, vernichtet nicht nur tausende Arbeitsplätze – er stärkt das illegale Glücksspiel in Hinterzimmern! Wenn legale Spielhallen verschwinden, zieht das Spiel in Schattenmärkte ab, dort ohne jeglichen Jugend- und Verbraucherschutz. Das ist ein Konjunkturprogramm für den Schwarzmarkt, auf Kosten der Sicherheit der Menschen“, warnt DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker.
Frank Waldeck, Vorsitzender des AVN, mahnt: „Für unsere Gäste bliebe nur das illegale Spiel: ohne Regeln, ohne Schutz. Eine Schließung der Spielhallen zerstört bewährte Arbeitsplätze, vernichtet Fachwissen und führt zum Aus für viele familiengeführte Unternehmen. Während die Politik meint, Schrumpfung sei ein Lösungsweg, produzieren wir so Perspektivlosigkeit, sozialen Schaden und illegale Strukturen. Die Menschen werden weiterhin spielen, nur ungeschützt.“
„Politisches Kurzschlussdenken“
Die Branche fordert die Politik mit der Kampagne auf, die Übergangsfristen für die Mehrfach-Spielhallen zu verlängern und die legale Automatenwirtschaft zu stärken. Nur ein starker, legaler Markt schütze Verbraucherinnen und Verbraucher effektiv vor illegalen Anbietern. Die Sicherheit, Prävention und Kontrolle dürfen nicht durch politisches Kurzschlussdenken zerstört werden. Der legale Markt stehe seit Jahren in einem harten Wettbewerb mit einem wachsenden illegalen Markt. „Experten schätzen, dass den bundesweit ca. 161.000 legalen Geräten mindestens 50.000 illegale Geräte entgegenstehen.
Petition und Website
Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, werden unter anderem Anzeigen geschaltet und eine Petition unter openpetition.de gestartet“, heißt es in der Mitteilung der Verbände. Die Website unserejobsretten.de informiert über die Hintergründe.
Bild: gemeinfrei