Filmtipp: „Das Automatenimperium – NRW und das Glücksspiel“

Spielautomaten – in Nordrhein-Westfalen auch ein Stück Kulturgeschichte. So startet die Dokumentation „Das Automatenimperium – NRW und das Glücksspiel“, die in der ARD-Mediathek geschaut werden kann. Die Dokumentation ist eine Reise durch die Welt des Automatenspiels in Nordrhein-Westfalen, heißt es in der Ankündigung des WDR. Ausstrahlungstermine im WDR-Fernsehen sind am Freitag, dem 6. März, 20.15 Uhr und am Sonntag, dem 8. März, 11 Uhr.

Automatenhochburg mit Erfolgsgeschichte

Die rund 45-minütige Dokumentation nimmt Nordrhein-Westfalen als „Automatenhochburg mit einer großen Erfolgsgeschichte“ in den Blick. Kein anderes Glücksspiel sei seit Jahrzehnten so fest im Alltag Nordrhein-Westfalens verankert. Fast 40.000 Geräte stehen oder hängen demnach in den Spielhallen oder der Gastronomie des Landes. Für Rentnerin Gerda Kolster aus Dortmund ist der Besuch in der Spielhalle ein tägliches Ritual. Sven Hueves aus Rheine liebt vor allem die alten Geräte. Seit seiner Kindheit faszinieren sie ihn. Heute sammelt er sie und spielt in seiner kleinen privaten Spielhalle.

Ganz nah an den Menschen

Aus Frauke Kraters Kölner Kneipe „Zum kleinen Geißbock“ sind die Automaten bis heute nicht wegzudenken, gibt der WDR einen Ausblick auf die Doku. Und im Film selbst auch einen Einblick in die Produktionshallen in Ostwestfalen, in denen „die modernsten Geräte mit den neuesten Spielen für den Weltmarkt entstehen“. Paul Gauselmann erzählt von seinen Anfängen als Aufsteller und später als Entwickler. Auch Thomas Plöger, Betriebsleiter Automaten Marten und BA-Vizepräsident, gibt Einblicke in seinen Alltag. Dass Glücksspiel nicht unumstritten ist, wird ebenfalls thematisiert. In diesem Kontext kommen etwa der Psychologe Professor Gerhard Meyer und Michael Gauselmann zu Wort.

„Zwischen Kneipentresen und Fertigung, Glücksmomenten und Schmuddel-Image erzählt der Film von einer ganz eigenen NRW-Kultur, die jeder kennt, doch so noch nicht gesehen hat“, so der WDR. Aber das lässt sich ja ändern. Hier geht’s zur Dokumentation aus der WDR-Reihe Heimatflimmern.

Bild: © WDR (Screenshot wdr.de)