Nachruf auf Christoph Schwarzer – Kamerad und Unternehmer

Eben noch hat er mit Wolfgang Pütz gefeiert – ganz so, wie einer Feste feiern kann, der auch fest arbeitet. Auch deswegen ist es nicht zu begreifen, dass Christoph Schwarzer nicht mehr lebt. Buchstäblich mitten aus dem Leben gerissen. Der Schock ist groß bei seiner Familie. Aber auch bei Freunden und Bekannten in und außerhalb der Automatenbranche. Schwarzer war einer, der Spuren in Branche und Gesellschaft gezogen hat. 

Konsequent auf Qualitätskurs

Viele kannten Christoph Schwarzer vor allem als Automatenunternehmer. Mit seiner Frau Heike zog er aus kleinsten Anfängen ein Unternehmen hoch, das als Aushängeschild für unser Gewerbe gelten kann. Er hat nie nur Geldspiel gemacht, sondern immer auch auf Unterhaltung gesetzt. Überall dort, wo die Schwarzers waren und sind, geht es auch immer um ein Freizeitangebot, das eine Kommune wertvoller und lebenswerter macht. Dazu wurde ein konsequenter Kurs der Qualität gegangen. Vor Kurzem noch hat er von seiner neuen Videowand in einem seiner Bowling-Betriebe geschwärmt. Er war sich sicher, die Kunden würden es lieben. Das alles zusammen machte ihn erfolgreich und ebnete ihm manche Wege, die für andere schwer vorstellbar waren.

Diesen konsequenten Qualitätskurs hat er immer auch in seiner branchenpolitischen Arbeit sehr meinungsstark vertreten. Das hat ihm nicht nur Freunde gemacht. Aber Schwarzer ließ sich nicht beirren. Wer Qualität liefert, der kann auch selbstbewusst nach außen auftreten, war sein Credo. Und das machte er dann auch.

Feuerwehrmann mit Leib und Seele

Christoph Schwarzer hatte eine zweite berufliche Leidenschaft, die ihn in die Mitte der Gesellschaft führte. Er war Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Dass er auch dort mit seinem Elan Karriere machte, ist nicht weiter verwunderlich. Für den Menschen Christoph Schwarzer war wohl wichtiger, was er als Freund, Helfer und Retter bei seinen Einsätzen alles erlebte. Das erdet gewaltig. Und es war sicher auch einer der Antriebe in seinem sozialen Engagement, das er unermüdlich vorantrieb. Schwarzer trommelte immer Spenden zusammen, für die Hospizarbeit, aber auch für Erdbebenopfer, für die Ukraine und für viele mehr.

Buchstäblich legendär machte ihn die Spendenaktion zugunsten der Feuerwehrleute in New York, die er nach 9/11 ins Leben rief. Der Einsatz nach dem Angriff auf das World Trade Center hatte einen hohen Tribut gekostet. Schwarzer wollte und konnte mit einer einzigartigen Aktion helfen. Mit einem millionenschweren Scheck im Gepäck und von hoher Politik begleitet, flog er in die USA zu Kollegen, die nicht fassen konnten, was da geschah. Schwarzer kam als Ehren-Fire Fighter und mit Freundschaften fürs Leben aus Manhattan zurück. Auch zu Hause war Schwarzer als Feuerwehrmann hoch dekoriert. Für sein gesamtes Wirken wurde er 2022 durch den damaligen Ministerpräsident Volker Bouffier mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Voller Vertrauen

Jetzt trauert auch die Feuerwehr von Manhattan um einen Kameraden, der in der Not zur Seite stand. Die Branche verliert einen unerschrockenen und bestens vernetzten Vertreter ihrer Interessen. Die Familie verliert einen Vater, der gerade dabei war, die Zügel für das Unternehmen voller Vertrauen an die nächste Generation zu geben. Mit seiner Heike hat Christoph Schwarzer gut und gerne gelebt und wollte das in Zukunft noch intensiver tun. Dass dies nun nicht mehr geht, tut auch dem Team von games & business unendlich leid. Wir wünschen viel Kraft und trauern um einen Wegbegleiter, der nie ein Blatt vor den Mund genommen hat und dabei immer wohlwollend war. 

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