Steffen Hanak
03.03.2026
Next Generation – alte Probleme
Vor genau vier Jahren haben wir mit unserer Jungunternehmer-Serie Generation Y begonnen. Um die 50 junge Menschen haben wir in dieser Zeit porträtiert und gefragt, wie sie die Automatenbranche erleben. Und es gibt noch mehr junge Leute, die in unserer Branche in den Familienbetrieb eingestiegen sind oder ihn sogar schon komplett übernommen haben. Da zuletzt auch immer wieder Unternehmer zu Wort kamen, die bereits der Generation Z angehören, haben wir uns entschieden, die Serie in „Next Generation“ umzubenennen. Das trifft es in jedem Fall.
Unabhängig davon, ob jemand noch unter 30 oder schon über 40 ist – Unternehmer zu sein, ist eine mutige Entscheidung. Diese Verantwortung in der Automatenbranche zu übernehmen, erfordert eine – nennen wir es zeitgeistig – ziemlich ‚resiliente‘ Persönlichkeit. Der von der Politik auch bereits seit Generationen versprochene Bürokratieabbau will sich nicht so recht einstellen. Und es gibt immer noch sehr viele Menschen, die der Automatenbranche äußerst festgelegt und verschlossen gegenüberstehen. Ohne selbst jemals in einer Spielhalle gewesen zu sein, versteht sich. Die vom Zeitgeist immer wieder gepredigte Offenheit vermag sich an dieser Stelle nicht so recht durchzusetzen. Auch die Bereitschaft, unvoreingenommen miteinander in den Dialog zu treten, könnte ausgeprägter sein.
Umso wichtiger ist es, dass diese jungen Unternehmerinnen und Unternehmer nach vorne gehen, Präsenz zeigen und mitreden. So frustrierend es auch manchmal ist. Wer zulässt, dass nur über ihn statt mit ihm geredet wird, kann nichts ändern. Wer sich einbringt, hat zumindest die Chance, dass es besser wird. Wir werden die jungen Unternehmer unserer Branche weiter treffen und über ihre Erfahrungen berichten – die guten wie die schlechten. Ganz offen.
Steffen Hanak, Chefredakteur games & business
hanak@gamesundbusiness.de