
23.06.2026
Neue Sonderausstellung „Bitte nicht füttern“ im Deutschen Automatenmuseum
Am 12. Juli 2026 beginnt die neue Sonderausstellung „Bitte nicht füttern“ im Deutschen Automatenmuseum auf Schloss Benkhausen. Münzautomaten in Tier-Optik – ganz gleich ob Tiger, Krokodil, Pferd oder Storch – erfreuten sich lange Zeit großer Beliebtheit und waren fester Bestandteil des Alltags. Diesem Phänomen widmet sich die neue Sonderausstellung, die bis 18. April 2027 gezeigt wird, mit rund 50 verschiedenen Exponaten. Jessica Midding, Kuratorin und stellvertretende Museumsleitung erklärt: „Sie zeigen nicht nur die vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier, sondern sind auch Ausdruck von Innovationsfreude und technischen Möglichkeiten.“
Auch in der Gegenwart noch präsent
Die mechanische Nachbildung von Tieren in Form von Münzautomaten kam Midding zufolge Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Die Serienfertigung begünstigte ihre schnelle Verbreitung und führte dazu, dass weite Teile der Bevölkerung in Kontakt mit ihnen kamen. Bei den tierischen Münzautomaten konnte beispielsweise Schokolade gekauft, Musik gehört oder die eigene Muskelkraft getestet werden. Mancherorts seien die tierischen Automaten auch heute noch zu entdecken. Schließlich empfänden gerade kleine Kinder häufig Freude an einer kurzen Reitstunde, auch wenn diese „nur“ auf einem mechanischen Ross stattfindet.
Kostenlos am Eröffnungstag
Eröffnet wird die neue Ausstellung am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr. Bis 18 Uhr können die tierischen Gefährten kostenlos in Augenschein genommen werden. Wie in der Natur seien sie auch im Museum in ihrem gewohnten Lebensraum zu finden – zum Beispiel im Dschungel oder auf dem Bauernhof. Auch ein Hühnerstall ist laut Mitteilung mit von der Partie. Für das leibliche Wohl der Gäste ist ebenfalls gesorgt. Das Schloss-Café „Die Rentei“ ist geöffnet und auf dem Schlossplatz können Snacks und Erfrischungen erworben werden. Midding: „Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste und stehen bei Fragen gerne zur Verfügung.“
Einblicke auch in games & business
Jessica Midding stellt in jeder Ausgabe von games & business einen historischen Automaten des Automatenmuseums vor. Im Juni war das der „Kölnisch Wasser“-Automat des Herstellers Georg Wiegandt & Söhne aus dem Jahr 1953. Im Juli folgt der Spielautomat „Disco Ball“ von Melchers Automatenbau von 1986. Darüber hinaus waren wir für unsere Mai-Ausgabe zuletzt im Museum in Espelkamp und der Ausstellung „Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt – Die Jahrmarkt-Automaten sind zurück“, die noch bis 28. Juni zu sehen ist. Und stellten wieder einmal fest: Einzelne Unterhaltungsautomaten haben sich in den vergangenen 100 Jahren kaum verändert und trotzdem nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Hier geht’s zum gratis Probe-Abo von games & business.
Bild (v. l.): Das Team des Automatenmuseums – hier Jessica Midding, Ingo Rosenbrock, Matthias Diekmann und Museumsleiter Sascha Wömpener – holt die tierischen Exponate aus dem Lager und freut sich auf die neue Sonderausstellung im Automatenmuseum. Der Storchautomat spuckt Schokolade aus. © Merkur Group