30.07.2026
Baden-Württemberg: Erheblicher Steuerausfall durch illegales Glücksspiel
In Baden-Württemberg registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 470 Straftaten im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel. Darunter sind 168 Fälle wegen der unerlaubten Veranstaltung eines Glücksspiel und 298 wegen der Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel. Aus dem legalen Glücksspiel hat das Land 2025 über 287 Millionen Steuern eingenommen. Seit 2023 (300.490.648,92 Euro) sanken sie kontinuierlich. Das geht aus einer am 29. Juli 2026 veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine CDU-Anfrage im Landtag hervor.
Landeshaushalt entgehen erhebliche Einnahmen
Dort heißt es seitens des Ministeriums auch, dass sich der genaue Steuerausfall für das Land durch illegales Glücksspiel nicht beziffern lasse. „Fest steht jedoch, dass dem Landeshaushalt dadurch erhebliche Einnahmen entgehen.“ Die Landesregierung setze auf die Zusammenarbeit von Polizei, Steuerfahndung, Zoll und Kommunen bei den Kontrollen. Durch die konsequente Verfolgung und Ahndung festgestellter Verstöße sollen die illegalen Angebote wirksam unterbunden werden.
Deutliche Entschärfung durch Legale
In der Anfrage wurde gezielt nach Erkenntnissen der Landesregierung zu verbotenen Wett-Terminals gefragt. Demnach sind durch Gewerbe- und Gaststättenbehörden vereinzelte Erkenntnisse zu illegalen Wett-Terminals außerhalb von legalen Wettvermittlungsstellen geschildert worden. Dem Wirtschaftsministerium liegen Erkenntnisse über elf illegale Wett-Terminals in Gaststätten für die Jahre 2025 und 2026 vor. Das Problem habe sich nach Einschätzung der Behörden durch die Eröffnung der (legalen) Wettvermittlungsstellen deutlich entschärft, heißt es in diesem Kontext.
Aktuell werden laut Ministerium 404 erlaubte Wettvermittlungsstellen in Baden-Württemberg betrieben (Stand 9. Juli 2026). 2025 habe das Regierungspräsidium Karlsruhe hier zehn Verstöße gegen den Jugendschutz erfasst. Auch wurden zwei unerlaubte Sportwett-Terminals in Wettvermittlungsstellen festgestellt. 2026 seien bisher zwei Verstöße gegen den Spielerschutz bekannt. Hier geht’s zur Antwort auf die Kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten Ansgar Mayr, Tim Bückner und Lorenzo Saladino.
Bild: © gemeinfrei