23.02.2026
Dehoga-Kampagne zur Wochenarbeitszeit
Der Dehoga Bundesverband startet die bundesweite Kampagne „Wochenarbeitszeit jetzt“. Ziel ist laut Verband die Ablösung der starren täglichen Höchstarbeitszeit durch eine praxistaugliche Wochenarbeitszeitregelung im Einklang mit der EU-Arbeitszeitrichtlinie. Im Mittelpunkt der Dehoga-Kampagne stehen Stimmen aus der Branche. Unternehmer, Mitarbeiter und Teams machen demanch glaubwürdig deutlich, warum flexible Arbeitszeiten für sie wichtig sind.
Bessere Verteilung von Arbeit
„Der Frust über das starre Arbeitszeitgesetz ist riesig“, erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. „Das Korsett der täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden, im Ausnahmefall von zehn Stunden, passt nicht zu einer Branche mit Veranstaltungen, Saisonspitzen und Beschäftigten, die lieber an einigen Tagen länger im Einsatz sein wollen und dafür an anderen Tagen früher gehen oder frei haben. Genau diese Freiheit verhindert das heutige Gesetz.“ Laut geht es nicht um mehr Arbeit, sondern um eine bessere Verteilung. Die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit sei im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbart. „Den Worten müssen jetzt konkrete Schritte folgen.“
Kampagne soll wachsen
Zur Kampagne gehört die Plattform wochen-arbeitszeit.de, die auch auf der Dehoga-Website eingebunden ist. Außerdem die Social-Media-Kampagne #wochenarbeitszeitjetzt. Hier werde faktenbasiert über Vorteile informiert, mit Vorurteilen aufgeräumt und anhand konkreter Praxisbeispiele gezeigt, wie moderne Arbeitszeiten Betriebe stärken, Mitarbeiterwünsche berücksichtigen und echte Win-win-Situationen schaffen. Bereits 13 EU-Staaten hätten flexible Arbeitszeitregelungen, betont der Dehoga. Deutschland müsse jetzt nachziehen.
Um die Kampagne wachsen zu lassen und die Reform voranzutrieben, sind weitere Statements von Unternehmern und Mitarbeitern dem Dehoga zufolge ausdrücklich erwünscht. Zöllick: „Jede zusätzliche Stimme erhöht die Sichtbarkeit und den politischen Handlungsdruck. Jetzt ist die Zeit für moderne Regeln. Jetzt ist die Zeit für die Wochenarbeitszeit.“ Betriebe und Mitarbeiter, die sich einbringen wollen, werden gebeten, sich an ihren Landesverband oder direkt an den Bundesverband zu wenden.
Bild: © Dehoga, Screenshot wochen-arbeitszeit.de